PsyQM Qualitätsmanagement für psychotherapeutische Praxen - Beatrice Piechotta - www.psyqm.de

 Weiterführende Links

 

  • Qualitätsmanagement-Richtlinie
     
  • Gemeinsamer Bundesausschuss
         (G-BA)

     
  • Psychotherapie-spezifische Selbstbewertung nach QM-Richtlinie
     

    Die Qualitätsmanagement-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) fordert für den Zeitraum 2006 bis Ende 2007 (die ersten 2 Jahre des 5-jährigen Zeitrahmens für die Einführung von Qualitätsmanagement):

    • schriftliche Selbstbewertung des Ist-Zustandes der Praxis hinsichtlich der Ziele und Inhalte des einrichtungsinternen QM nach den §§ 2 bis 4 der QM-Richtlinie (Ziele, Grundelemente, Instrumente des QM)
       
    • Festlegen von konkreten (praxis-internen) Zielen für den Aufbau des Qualitätsmanagements
       
    • und für später - nach Einführung des QM - eine regelmäßige Wiederholung der Selbstbewertung

    Einige KVen stellen auf ihren Webseiten Selbstbewertungsbögen zur Verfügung, die auf die Bedingungen der somatischen Praxis ausgerichtet sind.

    Im Buch „PsyQM – Qualitätsmanagement für Psychotherapeutische Praxen“ sind zwei Selbstbewertungsbögen abgedruckt, die alle in der QM-Richtlinie formulierten Anforderungen enthalten. Sie können hier heruntergeladen werden:

    • Der psychotherapie-spezifische Selbstbewertungsbogen „übersetzt“ die Punkte der QM-Richtlinie auf die fachlichen und organisatorischen Erfordernisse der psychotherapeutischen Praxis. Diese Übersetzung erscheint sinnvoll, da die QM-Richtlinie sich auf somatische Arztpraxen bezieht, und vieles nicht explizit erfaßt, was in der Psychotherapie zu den wesentlichen Elementen der Qualität gehört. Die psychotherapie-spezifische Ausdifferenzierung bildet das breite Spektrum der Qualitätsaktivitäten von Psychotherapeuten ab.
      Bei der Bearbeitung wird der/die Anwender/in feststellen, dass viele der QM-Anforderungen in der psychotherapeutischen Praxis selbstverständlich sind. Mit der Selbstbewertung kann also auch das bereits jetzt schon sehr hohe Niveau der Qualitätsbemühungen von Psychotherapeuten deutlich gemacht werden. PsychotherapeutInnen werden vermutlich aber auch Bereiche entdecken, in denen sie etwas verbessern wollen. Daher gibt es auch eine Möglichkeit zur Einschätzung des Verbesserungspotentials, die für die Weiterentwicklung des QM relevant sein wird.

      Den Fragebogen gibt es in einer Version für die Ersteinschätzung und einer Version für Folgeeinschätzungen; er ermöglicht der Praxis, die Selbstbewertung zu wiederholen, Fortschritte sichtbar zu machen, und so die Weiterentwicklung ihres QM zu dokumentieren. Er kann für die Diskussion mit KollegInnen konkrete Ansatzpunkte liefern, auch um die eigene Perspektive zu erweitern: Wie machen es andere, wo setzen andere ihre Schwerpunkte?
       
    • Der einfache Selbstbewertungsbogen enthält nur die „nackten“ Formulierungen der QM-Richtlinie, so dass der Anwender seine Aktivitäten zu der jeweiligen Anforderung selbst eintragen und hinsichtlich Umsetzungsgrad und Verbesserungspotential bewerten kann.

    Mit der Durchführung dieser Selbstbewertung ist eine Forderung der QM-Richtlinie (§ 6) für den Zeitraum bis Ende 2007 erfüllt.

    Die Selbstbewertung bildet gleichzeitig die Basis für die weiteren Phasen der QM-Umsetzung.